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Jungfrau Zeitung
9. Mai 2006
Foto: Nicole Müller
Zwei Autoren, die aus dem Gletscherdorf stammen: Dres Balmer und Margrith Bohren haben gemeinsam ein Buch über ihre Kindheit geschrieben.

Gletschkrachen und Gletschermühle

Dres Balmer und Margrith Bohren lasen aus «Arrivée und Départ»

Die beiden Autoren Dres Balmer und Margrith Bohren kennen sich aus ihrer Kindheit. Dank dem gemeinsamen Buch stehen nun persönliche Erinnerungen an Grindelwald der Leserschaft zur Verfügung. Beim Sonntags-Matinée in der Bödeli-Bibliothek stellten die Autoren ihren Neuling vor.

Per Zufall hatten sich die ehemaligen Grindelwalder, die nebeneinander aufgewachsen waren, vor zwei Jahren wieder getroffen. Die Autoren Dres Balmer und Margrith Bohren hatten schon viel geschrieben und Bücher veröffentlicht. Doch beide hatten sie viele Geschichten über ihre Kindheit in Grindelwald auf Lager, und warteten darauf, diese in geeigneter Weise zu veröffentlichen. Dres Balmer und Margrith Bohren schlossen sich beruflich zusammen und gaben letzten Dezember ihr erstes gemeinsames Buch «Arrivée und Départ» heraus.

Witz und Charme

Ein Schmunzeln konnte bei der Buchvorstellung in der Bödeli-Bibliothek niemand unterdrücken. Die Zuhörer steigerten sich mehr und mehr in die mit viel Witz und Charme erzählten Geschichten über Gletschkrachen, wie Balmer sein Heimatdorf nennt. Aus leisem Kichern wurde herzliches Lachen. Und zum Schluss drückte das Publikum die Bewunderung für die berührend ehrliche und mächtig selbstironische Schreibweise des Autors, Dres Balmer, mit tosendem Applaus aus.

Eigener Verlag

Ganz anders spricht Margrith Bohren von ihrer Kindheit. Detailliert, aber sarkastisch nimmt sie das Treiben der Touristen und Einheimischen in Gletschermühle unter die Lupe. Mit Gletschermühle ist ebenfalls Grindelwald gemeint. Sprachlich unglaublich präzise geht sie Erinnerungen und Gedanken auf den Grund. Nicht weniger kritisch drückt sie sich in ihren Mundartgedichten aus. Das Dialektschreiben sei zu ihrer grossen Leidenschaft geworden, sagt Margrith Bohren. «Dialekt verführt zum spielerischen Umgang mit der Sprache», begründet Bohren, die seit 40 Jahren im Kanton Schwyz wohnt. Der ibrevi-Verlag, in dem das Buch erschienen ist, wurde von Margrit Bohren selbst gegründet.

Dank an Frauenverein

«Wir konnten heute unseren Mitgliedern wirklich eine sehr spannende und lustige Lesung bieten», freute sich der Präsident der Bödeli-Bibliothek, Ernst Hunziker. «Dank der Unterstützung des Frauenvereins konnte dieses spezielle Sonntags-Matinée überhaupt stattfinden.»

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